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Berühmte Tiere - und die wahre Geschichte dahinter

Awatea

Saisonale Gestalt
Wer kennt sie nicht....Lassie, Flipper, Fury und die vielen anderen Tiere die durch Film und Fernsehen oder andere Umstände weltberühmt geworden sind.
Ich finde es mal interessant diese Tiere und ihre wahren Schicksale mal genauer zu betrachten.

Ich fange an mit Laika, dem ersten Hund im Weltraum.

Die Hündin Laika ist das erste Lebewesen, das die Erde verlassen hat. Die gutmütige Promenadenmischung streunte in den Straßen Moskaus herum, nicht ahnend, dass sie eines Tages eingefangen werden würde und auch nicht ahnend, dass sie der Wissenschaft zum Opfer fallen würde, denn die Russische Weltraumforschung benötigte Testobjekte, an denen sie die bemannte Raumfahrt erproben konnte.
Laika fand sich also in einem Trainingscenter wieder und wurde zusammen mit zwei anderen Hunden, Albina und Muschka, auf eine ungewöhnliche Mission vorbereitet: Das erste Lebewesen im Weltall. An jedem Hund wurden umfangreiche Tests durchgeführt, man steckte sie in Zentrifugen zur Simulation der Beschleunigungskräfte und beobachtete ihre Reaktion auf Lärm und Vibrationen. Am Ende entschied man sich für Laika, weil sie den Belastungen am besten standhielt.

November 1957 war es so weit: Laika hob um 2:30 vom Weltraumbahnhof Kosmodrom Baiqongyr (liegt nordöstlich des Aralsees) ab. Offiziell wurde berichtet, dass Laika während des Starts keine extremen Beeinträchtigungen erlitten habe; die Messgeräte zeigen jedoch, das sie wohl doch sehr starken Stress hatte, da es fast drei Mal so lange wie bei den Tests am Boden gedauert hat, bis ihr Puls wieder auf Ruheniveau gesunken ist.

Schon während der Planung der Mission stand fest, dass Laika die Erde nie wieder sehen würde, denn die Kapsel war nicht für eine Rückkehr konstruiert. Ziel war es legendlich herauszufinden, ob ein Leben im Weltraum möglich ist.

Ursprünglich war es ungewiss, wie lange Laika im Weltraum gelebt hat.Erst 45 Jahre später konnten die Fragen geklärt werden. Denn auf einer Versammlung des World Space Congress berichtete der Wissenschaftler Dimitri Malaschenkow, der am Sputnik 2-Programm beteiligt war, dass schon nach fünf bis sieben Stunden kein Lebenszeichen mehr von Laika kam. Der berühmte Hund war wohl an Überhitzung der Kapsel und Stress gestorben - zweifellos ein äußerst schmerzhafter Tod.

Durch den Flug wurde Laika zu einem der bekanntesten Hunde überhaupt - auch noch heute erinnern wir uns bei dem Namen an sie. Viele Briefmarken zeigten ihr Schicksal, man benannte Schokoladen und Zigaretten nach ihr und stellte sie auf zahlreichen Erinnerungsstücken dar. Sie taucht auch in vielen Büchern, Liedern, und Filmen auf und sogar einige Denkmäler haben die Geschichte des kleinen Hundes verewigt.
Das alles täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg das Laika mit nur drei Jahren einen unsinnigen qualvollen Tod gestorben ist.

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Awatea

Saisonale Gestalt
Balto – Ein Hund mit dem Herzen eines Helden

Das ist der Titel eines US-amerikanischen Zeichentrickfilmes aus dem Jahr 1995, der auf einer wahren Begebenheit basiert.

In der kleinen abgelegenen Stadt Nome in Alaska, lebt Wolfshund Balto mit seinem besten Freund Boris, dem Ganter, auf einem großen, gestrandeten Boot. Da er zur Hälfte ein Wolf ist, wird er von allen Menschen und Hunden des Ortes gemieden und verachtet. Nur die kleine Rosie und ihre Husky-Dame Jenna halten zu ihm.

Als eine Epidemie ausbricht, erkrankt auch Rosie an der Krankheit. Das schnellste Hundeschlittengespann, angeführt von dem eigenwilligen Steele, erhält die Aufgabe, die Medizin in die Stadt zu bringen. Auf dem Rückweg von Nenana bricht ein starker Sturm aus und das Gespann verirrt sich im Schnee.

Als die Nachricht Nome erreicht, macht Balto sich mit seinen Freunden, Boris und den zwei Eisbären Muc und Luc, auf den Weg, um das verirrte Gespann zu finden. Auf seiner Suche wird er in Gefahren verwickelt. Als er es findet, kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen Steele und Balto. Balto gelingt es jedoch, Steele zu besiegen. Somit übernimmt er das Gespann, findet den schweren Weg zurück, rettet die Kinder und wird als Held gefeiert.

Die Realität:

Balto war kein Wolfshund, sondern ein schwarzer (kastrierter) Husky mit weißen Abzeichen.

Im Januar 1925 war im kleinen Ort Nome im Westen von Alaska die Diphtherie ausgebrochen. Die vorwiegend indianische Bevölkerung hatte keinerlei Antikörper gegen diese Krankheit gebildet und war daher ernsthaft bedroht. Innerhalb kürzester Zeit waren bereits mehrere Kinder der Krankheit zum Opfer gefallen.

Das Serum, das die Krankheit aufhalten sollte, befand sich in Anchorage, fast 1000 Meilen entfernt. Da es keine Straßen nach Nome gab und die wenigen Flugzeuge bei Dunkelheit und schlechtem Wetter nicht fliegen konnten, entschied man sich für eine Schlittenhundestaffette.

Insgesamt beteiligten sich 20 Musher mit ihren Gespannen an der Stafette, die das Serum so schnell wie möglich nach Nome bringen sollte. Das Wetter war äußerst schlecht, die Teams hatten mit Temperaturen von -23 °F (-31 °C) und starken Winden zu kämpfen. Rundfunkstationen rund um die Welt berichteten permanent vom Verlauf des Rennens – die Telegrafen funktionierten einwandfrei.

Gunnar Kaasen war mit seinem Team als vorletzter eingeplant, hatte aber den Übergabeort wegen des schlechten Wetters verpasst und fuhr direkt nach Nome weiter, ohne Ed Rohn zu suchen, der eigentlich die letzte Etappe in Angriff hätte nehmen sollen. Kaasen sagte später, er hätte kaum die Hand vor Augen gesehen. Am 2. Februar 1925, um 5:30 morgens erreichte Balto nach diesen gut 85 (!) Kilometern die Front Street von Nome, Alaska.

Die 1085 km lange Strecke wurde von den 20 Gespannen in 127,5 Stunden zurückgelegt, das gilt bis heute als Weltrekord!

Der Ruhm währte nur kurze Zeit. Hollywood Produzent Sol Lessner brachte die Hunde nach Los Angeles und drehte einen 30-minütigen Film "Balto's Race to Nome". Kaasen und sein Team tourten zwischen Sommer und Herbst 1925 durch die Vereinigten Staaten. In dieser Zeit wurde auch das Denkmal im Central Park errichtet.
Balto und seine 6 Kameraden wurden an einen unbekannten Vorstadtproduzenten verkauft und 2 Jahre später waren sie fast komplett vergessen.

Ein Geschäftsmann aus Cleveland - George Kimble - entdeckte in einem Billigmuseum die Hunde, die angekettet, verwahrlost, krank und misshandelt waren. Er vereinbarte, die Hunde für eine Summe von 2000 USD zu kaufen (eine Menge Geld in der damaligen Zeit!), weil er sich gut an die berühmte Story von Balto erinnerte. In einer einmaligen Sammelaktion, an der sich Schulkinder, der Western Reserve Kennel Club, Hotels, Geschäfte, Fabrikarbeiter und viele mehr beteiligten, kam in kurzer Zeit die Kaufsumme und der Betrag für die Überfahrt zusammen.

Balto und seine 6 Gefährten wurden nach Cleveland gebracht, wo man ihnen in einer Triumphparade einen heldenhaften Empfang bot. Danach wurden die Hunde in den Cleveland Zoo gebracht, um den Rest ihres Lebens in Würde zu verbringen. Am ersten Tag kamen 15.000 Menschen, um die Hunde zu sehen.

Balto starb am 14. März 1933 im Alter von 11 Jahren.

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OlliSven

Anwärter des Eisenthrons
Greyfriars Bobby (* 1855/6, † 14. Januar 1872) war ein Skye Terrier im schottischen Edinburgh, der durch eine sagenhafte Treue zu seinem Herrn bekannt wurde.
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Bobby gehörte dem Polizisten John Gray und soll nach dessen Tod im Jahr 1858 die übrigen 14 Jahre seines eigenen Lebens an Grays Grab auf dem Kirchhof der Greyfriars Kirk in der Altstadt von Edinburgh verbracht haben. Er verließ seinen Platz nur zu den Mahlzeiten, die ihm im nahe gelegenen „Coffee House“ gereicht wurden. Zeitgenössischen Berichten zufolge fanden sich zur Mittagszeit regelmäßig Schaulustige vor dem Friedhof ein, um den Hund bei seinem täglichen Gang zum Coffee House zu beobachten, zu dem er sich jeweils nach Abfeuerung der Ein-Uhr-Kanone aufmachte.[2] Bobby starb schließlich im Alter von 16 Jahren und wurde ebenfalls auf dem Greyfriars Kirkyard beerdigt – heimlich, weil dort eigentlich keine Tiere beerdigt werden dürfen, doch in diesem Fall wäre jeder andere Ort undenkbar gewesen.
 

Awatea

Saisonale Gestalt
Fury (Beauty)

Beauty, eigentlich Highland Dale (* 4. März 1943; † ca. 1972) war ein American Saddle Horse aus Missouri, das in zahlreichen Filmen mitwirkte.

Beauty war später auch unter den Namen der Pferde, die er spielte, bekannt. Im Alter von 18 Monaten wurde er von seinem späteren Trainer gekauft und nach Kalifornien gebracht.

Von 1955 bis 1960 verkörperte Beauty den Hengst Fury. Die Gage für das Pferd, das neben vier weiteren für diese Serie eingesetzt wurde, betrug pro Folge 1500 Dollar.
Beauty wurde für alle Szenen verwendet, die ungewöhnliche Dressurleistungen verlangten. Innerhalb von acht Jahren brachte das Pferd seinem Besitzer und Trainer Ralph McCutcheon mehr als 500 000 Dollar ein. Nur mit den tierischen Darstellern von Lassie war noch mehr Geld zu verdienen.

Der Hengst trat auch in zahlreichen weiteren Filmen auf wie "Giganten" (mit Liz Taylor und James Dean), "Treue" , "Black Beauty", unter anderem hatte er Gastrollen in der Serie Bonanza.

Beauty, der fast sein ganzes Leben lang Atemprobleme gehabt hatte, starb im Alter von 29 Jahren; über sein Ende kursierten traurige Gerüchte, die aber wohl auf einer Verwechslung mit einem anderen schwarzen Hengst auf McCutcheons Ranch basierten.

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Awatea

Saisonale Gestalt
Weißstorch Prinzesschen
(* ca. 1990; † 23. Dezember 2006 nahe Hoopstad, Provinz Free State, Südafrika)

1994 wurde das Tier vom Vogelforscher Christoph Kaatz mit einem Sender versehen und per Satellit bei seinem Vogelzug beobachtet. Der Ornithologie gelangen so wichtige Beobachtungen. Seit 1993 verbrachte das Tier sein Sommerhalbjahr nahe dem Storchenhof Loburg. Die Störchin zählte mit mindestens 16 Jahren zu den ältesten beobachteten Tieren ihrer Art.

Als sogenannte „Ostzieherin“ überwinterte sie nicht wie viele ihrer Artgenossen zum Beispiel in Spanien, sondern an der Südspitze Afrikas. Dafür legte sie jährlich mehr als 10.000 Flugkilometer zurück. Daneben stellte sie verschiedene Rekorde auf, so beispielsweise eine gemessene Fluggeschwindigkeit von mehr als 80 km/h.

Prinzesschen wurde äußerst populär und fand 2004 auf einer deutschen Briefmarke ihren Platz. Weiterhin war ihr Leben Thema verschiedener Bücher und einer ZDF-Reportage.[1][2] Die Bevölkerung nahm überregional Anteil an ihrem Zug und auch ihrem „Liebesleben“, das sich durch die lange Dauer ihrer jährlichen Reise teilweise sehr dramatisch gestaltete.

Ab dem 21. Dezember 2006 konnte ihr Sender nicht mehr geortet werden. Am 23. Dezember 2006 wurde ihr Kadaver nahe Hoopstad, südlich des Bloemhofdamsees (Südafrika), von einem Bauern, der Prinzesschen 40 Minuten vorher noch lebend gesehen hatte, entdeckt. Sie erhielt ein würdiges Grab mit Grabstein unter einem Baum an der Einfahrt zu der Farm.

Am 3. Juli 2010 wurde ihr ein Denkmal gewidmet. Das von der Künstlerin Heike Landherr entworfene Bronzedenkmal steht auf dem Storchenhof Loburg nur wenige Meter von Prinzesschens damaligem Horst entfernt. Es zeigt die fliegende Storchendame über einer Bronzeplatte mit einer Zugkarte. An einer der drei Säulen, die den berühmten Vogel halten, ist ihr Vogelring angebracht. Die Statue wurde allein durch Spenden finanziert und soll noch lange an die Leistungen von Prinzesschen erinnern.


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Prinzesschen


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Awatea

Saisonale Gestalt
Wie süß. Leider sieht man immer seltener Störche.
In meiner Heimatstadt Bielefeld sind sie wieder da.

Letztes Jahr hat ganz in meiner Nähe ein Storchenpaar genistet und mit Erfolg ein Jungtier großgezogen.
So etwas hat es seit knapp 100 Jahren nicht mehr in Bielefeld gegeben. Zumindest kann sich niemand der Ornithologen daran erinnern. Letzte Zeugnisse von Storchennestern stammen aus den 1920er Jahren.
 

OlliSven

Anwärter des Eisenthrons
Ein Schweinchen namens Babe ist ein australischer Familienfilm aus dem Jahr 1995. Er beruht auf dem Kinderbuch Schwein gehabt, Knirps! (Originaltitel: The Sheep Pig) von Dick King-Smith. Die Hauptdarsteller sind James Cromwell und Magda Szubanski, die unter der Regie von Chris Noonan das Farmerehepaar Hoggett verkörpern.
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Nachdem das kleine Schweinchen Babe seine Eltern durch den Schlachter verloren hat, landet es auf dem Bauernhof des schweigsamen Arthur Hoggett und dessen Frau Esme.

Mit seiner herzensguten Art erobert Babe das Herz der Border-Collie-Hündin Fly, die ihn adoptiert. Als es dem Schweinchen Babe eines Tages gelingt, einige Viehdiebe vom Hof zu vertreiben und die Schafe zu beschützen, glaubt Babe, seine Berufung gefunden zu haben und will „Schäferschwein“ werden. Seine Adoptivmutter Fly hilft ihm dabei.

Im Gegensatz zu normalen Schäferhunden behandelt Babe die Schafe mit Respekt und ist freundlich zu ihnen, was dazu führt, dass sie seine Anweisungen befolgen. Arthur Hoggett ist beeindruckt und meldet Babe kurzerhand zum Schäferhundwettbewerb an.

Für Babe geht es dabei um mehr als nur um den Sieg, denn um nicht irgendwann als Weihnachtsbraten zu enden, muss er sich unentbehrlich machen. Tatsächlich schafft er es, den Wettbewerb zu gewinnen und muss nun keine Angst mehr vor der Schlachtbank haben.
 

Awatea

Saisonale Gestalt
Antarctica – Gefangen im Eis

Originaltitel: Eight Below)

Das ist ein US-amerikanischer Abenteuerfilm von Frank Marshall aus dem Jahr 2006.

Die Sommersaison an den Forschungsstationen in der Antarktis geht zu Ende, und das Personal soll ausgeflogen werden. Schlittenhundeführer Jerry Shepard und Professor McClaren sind auf dem Rückweg von einer Expedition und geraten unterwegs in einen heftigen Schneesturm. Nur den Hunden ist es zu verdanken das beide Männer noch rechtzeitig in der Basis ankommen.
Der Stationsleiter entschließt sich sofort, die gesamte Crew auszufliegen, was ein Problem darstellt – im Flugzeug ist nicht genügend Platz für die acht Hunde. Da die Pilotin Katie verspricht zurückzukommen und die Hunde zu holen, entschließt sich Shepard dazu, die Hunde anzubinden, damit diese nicht davonlaufen. In der Hauptzentrale angekommen, erhält Katie aufgrund des Sturmes allerdings keine Starterlaubnis mehr für den Rückflug, auch der Einsatz der Winterteams wurde komplett gestrichen. Die Hunde könnten deshalb erst im nächsten arktischen Frühling im September abgeholt werden - was wegen des Anbindens den sicheren Tod bedeuten würde.
Shepard will das nicht akzeptieren und spricht bei mehreren Stellen vor, die ihn allerdings alle vertrösten. Nach Monaten der Trauer um seine Hunde entschließt er sich schließlich, sich alleine nach Neuseeland aufzumachen, um von dort aus zu versuchen, in die Antarktis zu kommen.


Die Hunde schlagen sich derweil monatelang alleine durch den antarktischen Winter - bis auf den Husky Old Jack, der sich nicht von der Kette zu lösen vermochte, konnten sich alle Tiere losreißen. Bevor die hungrigen Tiere die Station auf Nahrungssuche verlassen, kehrt die Leithündin Maya zum Abschied noch einmal zu Old Jack zurück. Unterwegs jagen die Tiere zusammen und teilen untereinander die wenige Nahrung, die sie finden. Auch als sich einer der Hunde tödlich verletzt, bleiben die Tiere bis zum Ende bei ihm.

Inzwischen ist der arktische Winter fast vorbei und mit finanzieller Hilfe Professor McClarens reist Shepard zusammen mit dem Kartographen Charlie Cooper und Katie in die Antarktis. Mit Hilfe eines Schneefahrzeuges können sie sich bis zur Station kämpfen, wo Shepard seinen Hund Old Jack an der Kette angebunden und tot im Schnee vorfindet. Enttäuscht denkt er, keiner seiner Hunde hätte es geschafft, sich von der Kette zu lösen, stellt dann jedoch schnell fest, dass die übrigen Plätze an der Kette leer sind. Kurz darauf entdeckt er fünf (der ursprünglich acht) Hunde, die überlebt haben und zur Station zurückgekehrt sind. Überglücklich, dass wenigstens einige Tiere es geschafft haben, will die Crew schon aufbrechen, wird aber unmittelbar vor der Abfahrt von einem der fünf Huskys noch zu der Stelle gelotst, wo der sechste Husky, die mittlerweile ebenfalls verletzte Leithündin Maya, geschwächt liegt. Maya war von einem Seeleoparden schwer gebissen, aber danach von ihrem Rudel durchgefüttert worden. In der Abschlussszene trägt Shepard Maya, den sechsten überlebenden Husky, zum Schneemobil.

Antarctica – Gefangen im Eis stellt eine fiktionale Re-Interpretation der wahren Begebenheiten von 1958 dar.
Im Februar 1958 macht sich eine Gruppe japanischer Wissenschaftler mit dem Eisbrecher Souya auf zu einer Expedition in der Antarktis. Sie sollen die erste, aus elf Männern bestehende Expeditionsgruppe in der Shouwa-Basis ablösen. Wegen schlechter Wetterbedingungen kann die zweite Gruppe jedoch nicht nahe genug an die Shouwa-Basis gelangen und dringt nicht weiter vor. Die erste Gruppe muss mit einem Hubschrauber ausgeflogen werden. Dabei lässt man 15 Schlittenhunde, die im Film als Sakhalin-Huskies bezeichnet werden, angekettet zurück, mit dem Willen, möglichst bald wieder zur Basis und zu den Hunden zurückkehren, was wegen Treibstoffmangels jedoch nicht möglich ist. Die Expeditionsgruppe sorgt sich um die Hunde, da es an der Basis extrem kalt ist und die Nahrungsvorräte nur für eine Woche reichen.

Acht Hunde können sich losketten und wandern ins Freie, wo sechs der Hunde sterben. Die beiden Brüder Taro und Jiro, die im Gegensatz zu den anderen 13 Hunden in der Antarktis geboren wurden, überleben.

Im Januar 1959 reist eine dritte Gruppe zur Basis, um die Hunde zu beerdigen, und wird dort von den zwei überlebenden Taro und Jiro empfangen.
 
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Awatea

Saisonale Gestalt
Er darf auf keinen Fall fehlen: Hachiko

Der Spielfilm, Hachiko - eine wunderbare Freundschaft, spielt in den USA.
Dem Universitätsprofessor Parker Wilson (Richard Gere) läuft auf seinem Weg von der Arbeit nach Hause an der Bahnstation von Bedridge ein Akita-Welpe zu. Hier wird der Welpe von einem ausgewachsenen Shiba Inu dargestellt.

Der Versuch, den Besitzer des Hundes zu finden, bleibt ohne Erfolg. Wilson nimmt den jungen Hund mit nach Hause. Seine Frau Cate ist nicht erfreut und akzeptiert den Hund erst, als sie sieht, welche Freude er ihrem Mann bereitet. Hachiko, so der Name auf dem Halsband des Hundes, begleitet seinen neuen Besitzer morgens zum Bahnhof und erwartet den Heimkehrer dort jeden Tag um Punkt 17 Uhr zurück. Doch eines Tages stirbt der Musikprofessor während einer Vorlesung an Herzversagen, und Hachiko wartet am Bahnhof vergeblich auf sein Herrchen.

Mrs. Wilson zieht aus Bedridge fort und überlässt Hachiko ihrer frisch verheirateten Tochter Andy. Doch der Hund läuft weg zum Bahnhof, der sein neues Zuhause wird. Da er weiterhin Tag für Tag auf sein Herrchen wartet, wird Hachiko im Laufe der Jahre zu einer Berühmtheit.

Als Mrs. Wilson nach zehn Jahren wieder in die Stadt kommt, um das Grab ihres Gatten zu besuchen, sieht sie Hachiko wie immer am Bahnhof sitzen. Einige Zeit später stirbt der Hund und trifft auf der „anderen Seite“ sein Herrchen wieder.

Die Geschichte von Hachiko wird vom Enkel des Professors erzählt, im Rahmen einer Schulaufgabe, bei der die Grundschüler einen Vortrag über ihren persönlichen Helden halten sollen.

Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit.
Hachikō wurde am 10. November 1923 in Ōdate in der Präfektur Akita geboren. 1924 kaufte ihn der Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno, und nahm ihn mit nach Tokio. Der Professor beschäftigte sich sehr viel mit dem Hund und baute eine innige Beziehung zu ihm auf.
Von da an holte der Hund jeden Tag sein Herrchen vom Bahnhof Shibuya ab.
Als der Professor am 21. Mai 1925 während einer Vorlesung an einer Hirnblutung starb, zog seine Witwe aus Tokio fort. Hachikō wurde zu in der Stadt lebenden Verwandten gegeben, riss jedoch von dort aus und kam weiterhin jeden Tag zu einer festen Zeit zum Bahnhof, um auf sein Herrchen zu warten.
Schließlich übernahm Kikuzaburō Kobayashi, der frühere Gärtner von Professor Ueno, der in der Nähe des Bahnhofs wohnte, Hachikōs Pflege.

Während Hachikō in den ersten Jahren auf dem Bahnhofsgelände eher als Störenfried betrachtet und nur stillschweigend geduldet wurde, richtete ihm 1928 ein neuer Bahnhofsvorsteher sogar eine kleine Ruhemöglichkeit ein. Im gleichen Jahr erkannte ein früherer Student von Professor Ueno, der eine Forschungsarbeit über Akita-Hunde durchführte, den Hund zufällig wieder. Als er herausfand, dass Hachikō einer von nur noch etwa dreißig reinrassigen Akita-Hunden war, begann er sich näher für Hachikōs Geschichte zu interessieren und schrieb mehrere Artikel darüber.
1932 machte die Veröffentlichung eines dieser Artikel in einer Tokioter Zeitung Hachikō in ganz Japan bekannt, und er wurde schon zu Lebzeiten zum Inbegriff des treuen Hundes. Die Achtung vor Hachikō fand ihren Höhepunkt in der Errichtung einer Bronzestatue an der Westseite des Bahnhofs im Jahr 1934, deren Einweihungszeremonie auch Hachikō beiwohnte.

Als Hachikō am 8. März 1935 tot in einer Straße in Shibuya gefunden wurde, nachdem er fast zehn Jahre lang auf sein Herrchen gewartet hatte, meldeten die Medien landesweit seinen Tod.

Untersuchungen im Jahr 2011 durch ein Forscherteam der Universität Tokio ergaben, dass Hachikō neben starker Filariose auch an Lungen- und Herzkrebs gelitten hatte. Jede dieser Erkrankungen kann die Ursache für seinen Tod gewesen sein.
Sein Körper befindet sich heute präpariert im Nationalmuseum der Naturwissenschaften im Tokioter Bezirk Ueno.

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Hachiko
 

Brandon der Erbauer

Bob, der Streuner
Als modernes Märchen gefeiert, weltweit erfolgreich - und ab heute auch in den deutschen Kinos zu sehen: "Bob, der Streuner" blickt bereits auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. In Großbritannien hat es James Bowens Werk auf die Liste der 100 beliebtesten Bücher geschafft und stand über ein Jahr in der Bestsellerliste der "Sunday Times". Insgesamt wurde das Buch in 26 Sprachen übersetzt und in über 30 Länder verkauft, mit einer Auflage von über fünf Millionen Exemplaren weltweit. Eine Million Kopien gingen in Großbritannien über die Ladentheke und über zwei Millionen Exemplare der Buchreihe alleine in Deutschland. Die auf einer wahren Begebenheit beruhende Story kam in Großbritannien im März 2012 heraus. Der 37-jährige James Bowen ist nicht nur der Autor, sondern auch der Protagonist der Reihe "Bob, der Streuner", "Bob und wie er die Welt sieht" und "Ein Geschenk von Bob". Der inzwischen berühmte Straßenkater lief Bowen 2007 zu, er nahm ihn auf, nannte ihn Bob - nach einer Figur aus "Twin Peaks" - und wurde dank ihm zum Star. Die beiden Freunde sind unzertrennlich, leben im Norden Londons und werden von Millionen Fans auf der ganzen Welt geliebt.

Bowen kam 1979 zur Welt und zog nach der Scheidung seiner Eltern mit seiner Mutter zunächst nach Australien. Weil die Familie häufig die Wohnorte wechselte, hatte James Probleme in der Schule. 1997 kehrte er nach Großbritannien zurück, wo er bei seiner Halbschwester und deren Mann wohnte, was allerdings nicht lange gut ging. James Bowen wurde obdachlos und begann, Heroin zu nehmen. Im Frühjahr 2007 kam er in ein Methadon-Programm, verdiente Geld als Straßenmusiker und fand eine Sozialwohnung.
Im Flur des Gebäudes, in dem er lebte, begegnete er 2007 zum ersten Mal auch Bob. Er nahm an, die Katze gehöre einem anderen Hausbewohner und kümmerte sich zunächst nicht weiter um sie, erst nach zwei Tagen wurde Bowen klar, dass das Tier verletzt war. Er brachte Bob zum Arzt und pflegte ihn gesund. Weil er den Besitzer nicht ausfindig machen konnte, setzte ihn James auf die Straße, in der Annahme, Bob würde alleine nach Hause finden. Stattdessen verfolgte der Kater aber seinen neuen menschlichen Freund, stieg sogar zu ihm in den Bus, wenn dieser zu seinen Auftritten als Straßenmusiker fuhr.
Die beiden wurden in London zu lokalen Berühmtheiten, was sich noch steigerte, nachdem James anfing, eine Obdachlosenzeitung zu verkaufen. Aufnahmen von Bowen, der unterdessen auch das Methadon-Programm beendete, wurden auf Youtube zu Hits. Im September 2010 erschien schließlich der erste Artikel über das Duo, wodurch ein Literaturagent aufmerksam wurde. Bowen erhielt einen Buch-Deal und wurde mit seiner Geschichte über Bob zum Bestsellerautor. Als der Kinofilm, der auf Bowens Werk basiert, im November 2016 in London Premiere feierte, war sogar Herzogin Kate anwesend.


 

Brandon der Erbauer

Jumbo

Jumbo, * etwa 1860; † 15. September 1885), genannt der „König der Elefanten“, war ein afrikanischer Elefantenbulle, der infolge einer intensiven und bis dahin für ein Zootier beispiellosen Presseberichterstattung als Publikumsmagnet weltberühmt wurde. 1861 gelangte er von Abessinien zunächst nach Paris, dann nach London, wo er von 1865 bis 1882 eine der Hauptattraktionen des Londoner Zoos war. 1882 erwarb ihn der amerikanische Schausteller Phineas Taylor Barnum und präsentierte ihn in den folgenden Jahren gewinnbringend in den USA. Jumbo starb 1885 infolge einer Kollision mit einer Lokomotive. Bereits zu Lebzeiten und über seinen Tod hinaus wurde er zur Legende; sein Name ist bis heute weltweit ein Synonym für Größe.
Bei seiner Gefangennahme 1861 in Abessinien war der Jungelefant ungefähr ein Jahr alt und etwa einen Meter groß; zusammen mit einem Artgenossen wurde er von dem bayerischen Sammler Johann Schmidt nach Paris vermittelt, wo er im folgenden Jahr in der Ménagerie du Jardin des Plantes untergebracht wurde. 1865, nunmehr 125 Zentimeter hoch, wurde er gegen ein Nashorn des Londoner Zoos eingetauscht, wo er am 26. Juni desselben Jahres eintraf.
In London erhielt Jumbo, was auf Swahili so viel wie „Hallo“ (Jambo) bedeutet, seinen Namen, angeblich von seinem Wärter Matthew Scott. Neben dem Flusspferd Obaysch, das seit den 1850er-Jahren die Besucherzahlen steigerte, entwickelte sich Jumbo in den nächsten 16 Jahren zu einer weiteren Attraktion des Londoner Zoos. Er wuchs zu der beeindruckenden Größe von vier Metern Höhe heran und ließ zum großen Vergnügen des Publikums die Kinder auf seinem Rücken reiten. Man schätzt, dass er in dem Zeitraum seines Londoner Aufenthalts über eine Million Kinder herumgetragen hat, darunter auch Winston Churchill und Theodore Roosevelt, sowie zahlreiche Sprösslinge europäischer Adelshäuser. Durch sein beachtliches Presseecho wurde Jumbo in Großbritannien überaus populär.
Mit seiner Geschlechtsreife kam Jumbo regelmäßig in einen Musth genannten und bis heute noch nicht ganz erforschten Zustand, in dem die sonst friedlichen Bullen unberechenbar und sogar bösartig werden können. Jumbo zertrümmerte dann seinen Stall und ließ niemanden an sich heran, außer seinen Wärter Scott; auch die ihm zugesellte Elefantendame Alice weckte sein Interesse nicht im Geringsten. Man hielt es deshalb für zu gefährlich, weiterhin Kinder auf ihm reiten zu lassen; die Direktion setzte durch, ihn notfalls erschießen lassen zu dürfen.
Zu diesem Zeitpunkt machte der amerikanische Zirkusdirektor Phineas Taylor Barnum der Direktion des Londoner Zoos für Jumbo ein Angebot von 10.000 Dollar, einer damals enormen Summe, das umgehend akzeptiert wurde und, als die Presse darüber berichtete, die britische Nation entrüstete. Bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, unter ihnen zum Beispiel auch John Ruskin, strengten einen Prozess an, in dem die Rechtmäßigkeit des Handels überprüft werden sollte und den Barnum gewann.
Am 24. März 1882 wurde Jumbo auf der Assyrian Monarch nach New York verschifft, wo er in Begleitung von Matthew Scott am 9. April 1882 amerikanischen Boden betrat und mit einer Blaskapelle abgeholt wurde; eine Zirkusparade geleitete ihn den Broadway hinauf zum Madison Square Garden.
Der Zirkusdirektor Barnum hatte einen Elefanten erworben, der keinerlei Kunststücke konnte; afrikanische Elefanten sind, im Gegensatz zu den asiatischen, kaum erziehbar. Gleichwohl gelang es Barnum, lediglich mit der Präsentation des riesigen Tiers, im Laufe einer dreijährigen Tournee als Wandermenagerie durch die USA und Kanada etwa neun Millionen Menschen anzulocken.
Diese Tournee mit der Sangers Royal British Menagerie and Grand International Alliede Shows – Barnum, Bailey and Hutchinson verschlang insbesondere durch Transportkosten eine fünfstellige Dollarsumme; Barnum ließ Jumbo zusammen mit einem Zwergelefanten namens Tom Thumb in einem eigens konstruierten „Palast-Wagen“ reisen. Da Barnum sich allerdings das Bestaunen des Riesentiers gut bezahlen ließ, ebenso den Ritt der Kinder, erzielte er mit Jumbo innerhalb von drei Jahren einen Gewinn von einer halben Million Dollar.

Am 15. September 1885 wurde Jumbo auf dem Bahnhof von St. Thomas (Ontario), offenbar bedingt durch einen Weichenfehler, bei einer Umladeaktion von der Lokomotive eines herannahenden Güterzuges erfasst. Die Lokomotive und zwei weitere Wagen entgleisten; der Lokomotivführer und Jumbo kamen ums Leben.


Jumbos Ankunft in New York 1882


Jumbo und sein Wärter Matthew Scott; London/New York, vor 1885


Jumbo nach seinem Zusammenstoß mit der Lokomotive am 15. September 1885 in St. Thomas (Ontario)
 
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Awatea

Saisonale Gestalt
Lady Jane und Incas, die letzen ihrer Art.

Der Tod des letzten Carolina Papagei gleicht einer traurigen Geschichte aus einem Märchenbuch. Lady Jane und Incas waren die letzten ihrer Art. Sie lebten 32 Jahre lang in einem Käfig im Cincinnati Zoo.

Am Anfang des 19. Jahrhunderts erstreckte sich der Carolina Papagei von Mexiko bis nach New York. Es war der einzige an harte Winterbedingungen angepasste Papagei des amerikanischen Kontinents. Sein Erlöschen war das Ergebnis der schnellen Kultivierung Nordamerikas. Das betraf den Papagei auf zwei Weisen. Sein Lieblingshabitat, Waldländer, wurde zerstört, und die Vögel wurden unbarmherzig verfolgt.

Der Carolina Papagei lebte in riesigen Schwärmen von 200-300 Vögeln, die ganze Ernten von Fruchtbauern zerstörten. Sie wurden als eine Pest betrachtet, und eine große Anzahl wurde getötet. Es war eine gnadenlose systematische Ausrottung.

Der letzte Vogel wurde wahrscheinlich von einer Frau aus Orlando, Florida im Dezember 1904 gefangen. Die gesamte Art überlebte nur ein paar Jahre als ein Käfig-Vogel, bis es nur noch Lady Jane und Incas gab.

Als Lady Jane im Herbst 1917 starb, ließ sie Incas einsam und mit gebrochenem Herzen zurück. Nur ein halbes Jahr später starb Incas am 21. Februar 1918.
Einige glaubten,, dass Incas nicht der Letzte seiner Art war. Sichtungen von wilden Carolina Papageien sind in den 1920er Jahren und sogar die 1930er Jahre registriert worden. Aber die meisten davon stellten sich als Verwechslungen heraus oder bestätigten sich nicht.

Museum-Muster von mehr als 700 Häuten des Carolina Papagei werden in Museen überall auf der Welt behalten. Eines der Muster in den Leiden Museums-Daten vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Drei kam aus dem Amsterdamer Zoo, zwei wurden von einer Händler G.A gekauft. Großzügig wurde einer dem Nationalen Museum der Naturgeschichte in Washington geschenkt.


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Ein ausgestopfter Carolina Papagei

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Brandon der Erbauer

Maltschik

Hachiko und Greyfriars Bobby sind ausgezeichnete Beispiele für die Treue vom Hund zu seinem Herrchen. Doch unzählige Hunde leben auf der Straße und haben kein Zuhause mit Herrchen, so auch nicht Maltschik. DOch das ändert nichts an seinem traurigen Tod...

Maltschik (russisch Мальчик, zu deutsch „Junge“, „Bursche“; * um 1996, † Ende Dezember 2001) war ein schwarz-gelber Mischlingsrüde, der mehrere Jahre lang in Moskau in der Nähe eines U-Bahnhofs lebte, bis er von einer geisteskranken Passantin getötet wurde. Der Fall erregte in der Moskauer Öffentlichkeit durch Zeitungspublikationen viel Aufsehen, was einige Jahre später dazu führte, dass dem Straßenhund ein Denkmal gesetzt wurde. Die stilisierte bronzene Skulptur von Maltschik steht seit 2007 in der Schalterhalle der U-Bahn-Station Mendelejewskaja, an der er gelebt hatte.
Maltschik gehörte zu den mehreren zehntausend Straßenhunden, die auf den Straßen Moskaus und in öffentlichen Gebäuden wie U-Bahnhöfen leben. Er wurde als Welpe etwa 1996 der Stationsvorsteherin des U-Bahnhofs Mendelejewskaja von einem Besucher geschenkt. Von da an lebte er am Eingang des U-Bahnhofs, wobei er sich vorwiegend in der zum Bahnhof führenden Fußgängerunterführung sowie im Eingangsbereich der Station aufhielt. In den rund fünf Jahren seines Lebens dort wurde Maltschik ein Liebling der Anwohner, des U-Bahn-Personals und der Verkäuferinnen an angrenzenden Kiosken – er galt als ein überaus friedlicher und zugeneigter Hund, der von Menschen gerne Futter entgegennahm und sich streicheln ließ. Außerdem verteidigte er die Unterführung als sein Revier gegen andere wild lebende Hunde, was Händler und Anwohner ebenfalls zu schätzen wussten.
Der Vorfall, der zum gewaltsamen Tod von Maltschik führte, wird von Augenzeugen wie folgt beschrieben: Am Sonntagabend kurz vor dem Jahreswechsel 2001/02 verließ Juliana Romanowa, ein 21-jähriges gescheitertes Fotomodell aus Pskow, mit ihrem Hund, einem Staffordshire Bullterrier, den U-Bahnhof in Richtung Straße. In der Unterführung wurde Romanowas Bullterrier von Maltschik angebellt. Anstatt weiterzugehen, ließ Romanowa ihren Hund – für alle Augenzeugen völlig unerwartet – offenbar in voller Absicht von der Leine los und hetzte ihn auf Maltschik. Während die beiden Hunde miteinander kämpften, zog Romanowa ein Küchenmesser aus ihrem Rucksack und fügte Maltschik vor den Augen zahlreicher Passanten sechs Stiche in den Brust-, Bauch-, Rücken- und Halsbereich zu. Als ein Kioskbesitzer versuchte, Romanowa und den Bullterrier von Maltschik abzubringen, bedrohte sie ihn ebenfalls mit dem Messer. Kurz darauf erlag Maltschik seinen Verletzungen.
Nachdem einige der Augenzeugen die U-Bahn-Polizei alarmiert hatten, wurde Romanowa vorläufig festgenommen und in der Wache verhört, später jedoch wegen minderer Schwere des Delikts zunächst freigelassen. Dies sorgte für Unmut bei Anliegern der U-Bahn-Station, die sich über den Verlust ihres Lieblings und die unerklärliche Aggressivität Romanowas bestürzt zeigten.
Per Zufall erhielt eine in der Umgebung wohnende Journalistin der Tageszeitung Iswestija Kenntnis von dem Vorfall und veröffentlichte rund zwei Wochen später einen ausführlichen Bericht hierüber, der auch auf die bis dato unzureichenden Tierschutzbestimmungen in der russischen Gesetzgebung einging.
Nach der Veröffentlichung dieses Artikels sorgte der Fall in der ganzen Stadt für Aufruhr; weitere Berichte folgten in den nachfolgenden Wochen. Journalistische Recherchen ergaben hierbei unter anderem, dass Juliana Romanowa offenbar schon früher herrenlose, aber auch eigene Hunde gequält hatte, indem sie sie vergiftete, mit Eisenstangen schlug, aus dem Fenster warf oder ihnen die Augen ausstach.
Nach einer ganzen Reihe von Berichten in der Iswestija stieß das Ereignis auf mehr öffentliche Resonanz als jeder vergleichbare Fall zuvor. Wenig später wurden gegen Romanowa, die zunächst praktisch ungestraft davongekommen zu sein schien, auf öffentlichen Druck hin Ermittlungen wegen Tierquälerei aufgenommen. Eine im Februar 2003 durchgeführte psychiatrische Untersuchung ergab, dass Romanowa zum Tatzeitpunkt an paranoider Schizophrenie gelitten habe und damit unzurechnungsfähig gewesen sei. Daraufhin wurde sie zur Zwangsbehandlung in eine psychiatrische Klinik in Pskow eingewiesen, aus der sie nach rund einem Jahr entlassen wurde.

Leider habe ich keine Bilder von Maltschick gefunden, doch ihm zu Ehren wurde ein Denkmal im U-Bahnhof errichtet: