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Gedichte,Limeriks und sonstiges

Dieses Thema im Forum "Die gute Stube" wurde erstellt von bloedelfeld, 18. September 2016.

  1. Vendor

    Vendor Barbarischer Raptor

    Registriert seit:
    15. Juli 2015
    Etwas zum Schmunzeln [freiwillig].

    Ein Mensch, der von Statistik hört,
    denkt dabei nur an Mittelwert.
    Er glaubt nicht dran und ist dagegen,
    ein Beispiel soll es gleich belegen.

    Ein Jäger auf der Entenjagd
    hat einen ersten Schuss gewagt.
    Der Schuss zu hastig aus dem Rohr,
    lag eine gute Handbreit vor.

    Der zweite Schuss mit lautem Krach,
    lag eine gute Handbreit nach.
    Der Jäger spricht ganz unbeschwert,
    voll Glauben an den Mittelwert.

    "Statistisch ist die Ente tot".

    Doch wär' er klug und nähme Schrot,
    dies sei gesagt ihn zu bekehren,
    er würde seine Chancen mehren,
    der Schuss geht ab, die Ente stürzt,
    weil Streuung ihr das Leben kürzt.

    nach HARTUNG
     
  2. OlliSven

    OlliSven Anwärter des Eisenthrons

    Registriert seit:
    29. September 2016
    Ein Wahlhelfer aus Alabama
    bekam zum Geburtstag ein Lama

    Er war Demokrat
    und schritt gleich zur Tat:


    Er nannte das Lama Obama.
     
  3. MissBarnaby

    MissBarnaby Experte der Demographie

    Registriert seit:
    7. Juli 2017
    Ich will dich lieben, meine Stärke,
    ich will dich lieben, meine Zier;
    ich will dich lieben mit dem Werke
    und immerwährender Begier!
    Ich will dich lieben, schönstes Licht,
    bis mir das Herze bricht.

    Ich will dich lieben, o mein Leben,
    als meinen allerbesten Freund;
    ich will dich lieben und erheben,
    solange mich dein Glanz bescheint;
    ich will dich lieben, Gottes Lamm,
    als meinen Bräutigam.

    Ach, dass ich dich so spät erkannte,
    du hochgelobte Schönheit du,
    dass ich nicht eher mein dich nannte,
    du höchstes Gut und wahre Ruh;
    es ist mir leid, ich war betrübt,
    dass ich so spät geliebt.

    Ich lief verirrt und war verblendet,
    ich suchte dich und fand dich nicht;
    ich hatte mich von dir gewendet
    und liebte das geschaffne Licht.
    Nun aber ists durch dich geschehn,
    dass ich dich hab ersehn.

    Ich danke dir, du wahre Sonne,
    dass mir dein Glanz hat Licht gebracht;
    ich danke dir, du Himmelswonne,
    dass du mich froh und frei gemacht;
    ich danke dir, du güldner Mund,
    dass du mich machst gesund.

    Erhalte mich auf deinen Stegen
    und lass mich nicht mehr irregehn;
    lass meinen Fuß in deinen Wegen
    nicht straucheln oder stillestehn;
    erleucht mir Leib und Seele ganz,
    du starker Himmelsglanz.

    Ich will dich lieben, meine Krone,
    ich will dich lieben, meinen Gott;
    ich will dich lieben ohne Lohne
    auch in der allergrößten Not;
    ich will dich lieben, schönstes Licht,
    bis mir das Herze bricht.

    Text: Johannes Scheffler
     
  4. OlliSven

    OlliSven Anwärter des Eisenthrons

    Registriert seit:
    29. September 2016
  5. OlliSven

    OlliSven Anwärter des Eisenthrons

    Registriert seit:
    29. September 2016
    Ars Poetica

    Wie jetzt noch ein Gedicht schreiben,
    warum nicht endgültig schweigen
    und uns viel nützlicheren Dingen widmen?
    Warum die Zweifel vergrößern,
    alte Konflikte, unverhoffte Zärtlichkeiten
    neu durchleben;
    dieses Quentchen Lärm
    einer Welt hinzufügen
    die mehr ist, die es doch nur zunichte macht?
    Wird irgendwas klarer durch solch ein Knäuel?
    Niemand braucht es,
    Relikt vergangener Herrlichkeiten,
    wem hilft es, welche Wunden heilt es?

    Juan Gustavo Cobo-Borda
     
  6. Awatea

    Awatea Saisonale Gestalt

    Registriert seit:
    5. November 2016
    Bist du schon so gut ?
    ... wenn du jeden Tag ohne Kaffee beginnen kannst ohne gereizt zu sein.
    ... wenn du immer fröhlich bist.
    ... wenn du Schmerzen und Wehwehchen klaglos ertragen kannst.

    ... wenn du dich niemals über irgendetwas beschwerst.
    ... wenn du jeden Tag dassselbe essen kannst und dafür auch noch dankbar bist.
    ... wenn die Menschen die du liebst zu beschäftigt sind um Zeit mit dir zu verbringen.
    ... wenn du es klaglos hinnimmst das eben diese Menschen die du so liebst ihre Aggressionen an dir auslassen.
    ... wenn du einen reichen Freund nicht besser behandelst als einen Armen.
    ... wenn du der Welt ohn Lügen und Täuschung gegenüber stehen kannst.
    ... wenn du überhaupt keinerlei Vorurteile hast.
    ... wenn du absolut bedingungslos lieben kannst.

    ...dann bist du fast so gut wie dein Hund.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. November 2018
  7. barina

    barina Kluger Baumeister

    Registriert seit:
    6. August 2017
    während ein chamäleon
    seine zunge schnalzen lässt
    hält der mensch, der gut erzogen,
    sie doch meistens fest.
    während jedes edle pferd
    furzt, als gäb' es was dafür
    klemmt der mensch die backen zu
    oder verschwindet durch die tür.
    während bespuckt vom lama wird,
    was es nicht besonders liebt
    wird vom mensch mit widerwillen
    freundlichkeit geübt.

    "freiheit" wird, wenn man's bedenkt
    dem geschenkt, der sie nicht kennt.

    autor unbekannt
     
  8. MissBarnaby

    MissBarnaby Experte der Demographie

    Registriert seit:
    7. Juli 2017
    Hoppe, hoppe Reiter,
    wenn er fällt, dann schreit er.

    Fällt er in den Graben,
    fressen ihn die Raben.

    Fällt er in das hohe Gras,
    macht er sich die Füße nass.

    Fällt er in den Schnee,
    schreit der Reiter:"Au, weh!"

    Fällt er in den Sumpf,
    macht der Reiter plumps!
     
  9. OlliSven

    OlliSven Anwärter des Eisenthrons

    Registriert seit:
    29. September 2016
    Sei dennoch unverzagt! Gib dennoch unverloren!
    Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,
    vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,
    hat sich gleich wider dich Glück, Ort und Zeit verschworen.

    Was dich betrübt und labt, halt alles für erkoren;
    nimm dein Verhängnis an. Laß alles unbereut.
    Tu, was getan muß sein, und eh man dir's gebeut.
    Was du noch hoffen kannst, das wird noch stets geboren.

    Was klagt, was lobt man noch? Sein Unglück und sein Glücke
    ist ihm ein jeder selbst. Schau alle Sachen an:
    dies alles ist in dir. Laß deinen eitlen Wahn,

    und eh du fürder gehst, so geh in dich zurücke.
    Wer sein selbst Meister ist und sich beherrschen kann,
    dem ist die weite Welt und alles untertan.

    Paul Fleming
     
  10. Awatea

    Awatea Saisonale Gestalt

    Registriert seit:
    5. November 2016
    Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.

    Alles Glück der Pferde ist der Reiter auf der Erde !
     
  11. MissBarnaby

    MissBarnaby Experte der Demographie

    Registriert seit:
    7. Juli 2017
    Advent

    Es treibt der Wind im Winterwalde
    die Flockenherde wie ein Hirt,
    und manche Tanne ahnt, wie balde
    sie fromm und lichterheilig wird,
    und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
    streckt sie die Zweige hin - bereit,
    und wehrt dem Wind und wächst entgegen
    der einen Nacht der Herrlichkeit.

    Rainer Maria Rilke
     
  12. OlliSven

    OlliSven Anwärter des Eisenthrons

    Registriert seit:
    29. September 2016
    Advent, Advent,
    ein Lichtlein brennt.
    Erst Eins, dann Zwei, dann Drei, dann Vier
    und wenn das fünfte Kerzlein brennt,
    hast du Weihnachten verpennt.

    Verfasser: Unbekannt
     
  13. MissBarnaby

    MissBarnaby Experte der Demographie

    Registriert seit:
    7. Juli 2017
    Bittlied:

    Wir wünschen euch allen zusammen
    eine glückliche Lichtmeßzeit.
    Wir tun euch alle schön grüßen,
    wie ihr beisammen seid,
    und fallen euch zu Füßen
    zu dieser heiligen Zeit.

    Es ist unsere liebe Fraun,
    wohl ganze sechs Wochen verborgen,
    bis endlich ist angekommen
    der heilige Lichtmeßmorg`n.
    Da nahm sie ihr liebes Jesukind,
    wohl gar in aller Früh,
    und ginget gn Jerusalem
    dem heiligen Tempel zua.

    Dort opfert sie ihr Jesukind
    wohl Gott dem Herren auf,
    so wie es im Alten Testament
    gewesen ist der Brauch.
    Dies Fest wird jetzt begangen
    in der ganzen Christenheit;
    derowegen wir sein kommen
    zu dieser heiligen Zeit.

    Ein Jahr ist schon verflossen,
    das Licht geloschen aus,
    die Kerzen sind verbrunnen
    in unserm Gotteshaus.

    Ihr Ehleut seid gebeten,
    ihr Hausleut insgemein,
    ihr wollet euch mit ein Opfer
    ganz reichlich stellen ein!
    Dies Opfer wird euch bringen
    viel Ehr und Lob und Lohn
    und nach diesem zeitlichen Leben
    die ewige Himmelskron.

    Darum wir euch liebreich bitten
    um ein Opfer zu der Kirch;
    Gott wird euch reichlich segnen
    das Getreid und auch das Viech.
    Gott wird euch reichlich segnen,
    dass die Felder fruchtbar sein,
    bald schickt er einen Regen,
    bald wieder Sonnenschein.

    Sankt Laurenzi wird euch kommen,
    wenn ihr im Fegfeuer werd sein;
    erlöset euch von den Flammen
    durch die Fürbitt ein.
    Dann wird euch Gott vergelten
    mit einem ewigen Lohn,
    was ihr geopfert habet
    unserm Pfarrpatron.

    Jetzt tun wir bitten um das Opfer, was der gute Wille ist!
     
  14. LadyDarkilia

    LadyDarkilia Guest

    Das Jahr ward alt. Hat dünnes Haar.
    Ist gar nicht sehr gesund.
    Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
    Kennt gar die letzte Stund.

    Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
    Ruht beides unterm Schnee.
    Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
    Und Wehmut tut halt weh.

    Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
    Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
    Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
    Nützt nichts, das man´s versteht.

    Und wieder stapft der Nikolaus
    durch jeden Kindertraum.
    Und wieder blüht in jedem Haus
    der goldengrüne Baum.

    Wart auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
    wie hold Christbäume blühn.
    Hast nun den Weihnachtmann gespielt
    und glaubst nicht mehr an ihn.

    Bald trifft das alte Jahr der zwölfte Schlag.
    Dann dröhnt das Erz und spricht:
    "Das Jahr kennt seinen letzten Tag.
    du kennst deinen nicht." (Erich Kästner)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Dezember 2018
  15. MissBarnaby

    MissBarnaby Experte der Demographie

    Registriert seit:
    7. Juli 2017
    Danklied:

    Jetzt tun wir uns bedanken
    wohl gegen euch alle zusamm;
    habet uns nichts für ungut
    vielleicht kommen wir nimmer zusamm.
    Es kann`s ja niemand wissen
    den Tag, die Stund und Zeit,
    wann Gott uns wird berufen
    zu der langen Ewigkeit.

    Das wollen wir euch noch wünschen
    zu einem neuen Jahr:
    Das neugeborne Kind Jesu,
    das noch in der Krippe lag.
    Wir wünschen euch dazu
    wohl auch die göttliche Gnad,
    dass euch an eurem Ende
    das böse Feind nit schad.

    Maria, die Jungfrau rein,
    wolle euch die Gnad erwerten,
    dass ihr an eurem Ende
    nicht ohne Licht tut sterben.
    Und dass ihr würdig genießet
    das heilige Sakrament,
    wenn ihr von den euren müsset
    an eurem letzen End.

    Sankt Florian, wir bitten dich,
    beschütz das Haus allzeit,
    so dass es durch das Feuer
    niemals einen Schaden leidt!
    O heiliger Patrizi,
    der du das Viech bewahrst,
    heiliger Donati,
    bhüt uns vor Wettergefahr!

    Ihr heiligen Schutzengel,
    die ihr uns allzeit bewacht
    sei´s am hellen Tage,
    sei´s auch bei finstrer Nacht.
    Wir rufen euch um Fürbitt an,
    beschützet dieses Haus,
    dass Gott wohl alles Übel
    und Unglück scheid hinaus.

    Die Ehre sei Gott dem Vater,
    dem Sohn und den heiligen Geist,
    der alles sieht und höret
    und alles regiert und weiß.
    Gegrüßt seist du Maria,
    wohl hundert und tausendmal;
    Gelobet sei Jesus Christus,
    gepriesen ohne Zahl.

    Jetzt scheiden wir uns von dannen,
    Das haben wir schon gedacht,
    wir wünschen euch allen zusammen
    ein glückliches neues Jahr.
    Wir müssen ja schon gehen,
    es fordert´s schon die Zeit.
    Gelobt sei Jesus Christus,
    in alle Ewigkeit.
     
  16. OlliSven

    OlliSven Anwärter des Eisenthrons

    Registriert seit:
    29. September 2016
    Pai nosso
    que estais no Céu
    Santificado seja vosso nome
    Vem a nós vosso reino
    Seja feita sua vontade.
    Assim na Terra como no Céu.
    Perdoai nossas ofensas
    assim como nós perdoamos a quem nos tem ofendido
    da eternidade à eternidade.
    Amém
     
  17. MissBarnaby

    MissBarnaby Experte der Demographie

    Registriert seit:
    7. Juli 2017
    Wer glücklich ist,
    der bringt das Glück;
    Und nimmt es nicht im Leben!
    Es kommt von ihm
    und kehrt zurück;
    Zu dem, der es gegeben!

    (Friedrich von Bodenstedt)
     
  18. Sanjara

    Sanjara Inspirierender Mediator

    Registriert seit:
    9. November 2016
    Ein Winterabend

    Wenn der Schnee ans Fenster fällt,
    Lang die Abendglocke läutet,
    Vielen ist der Tisch bereitet,
    Und das Haus ist wohlbestellt.

    Mancher auf der Wanderschaft
    Kommt ans Tor auf dunklen Pfaden.
    Golden blüht der Baum der Gnaden
    aus der Erde kühler Saft.

    Wanderer tritt still herein;
    Schmerz versteinerte die Schwelle,
    Da erglänzt in reiner Helle
    Auf dem Tische Brot und Wein.

    Georg Trakl
     
  19. MissBarnaby

    MissBarnaby Experte der Demographie

    Registriert seit:
    7. Juli 2017
    Man ist sich fremd,
    man lernt sich kennen,
    man hat sich lieb,
    man muss sich trennen.
     
  20. MissBarnaby

    MissBarnaby Experte der Demographie

    Registriert seit:
    7. Juli 2017
    Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht;
    Wir sehen unter Leuten den Menschen nicht;
    Wir sehen vor Kirchen die Kirchen nicht;
    Wir sehen den Weg, wir sehen ihn nicht;
    Wir hören den Laut unterm Läuten nicht;
    Wir hören in der Stimmung die Stimme nicht;
    Wir hören das Wort, wir hören es nicht;
    Wir können ihn sehen und sehen ihn nicht;
    Wir können ihn hören und hören ihn nicht;
    Wir suchen in ferne und er ist nah;
    Wir suchen ihn nicht, doch er ist da.
    (Lothar Zenetti)
     

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