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Gedichte,Limeriks und sonstiges

MissBarnaby

Zaubergeister
Krampus

In wie vielen Landen heißt er so?
Nennt ihr ihn Knecht Ruprecht, oder lebt dieser anderswo?
Bei mir heißt er Rotsulla (Rotsohler)
und lebt auf der Rutsul (eine hiesige Alm)
der ist ein wilder Knecht!
Mit Pferdefuß, Schwanz
und viel Sinn für Recht!
Die bösen Kinder
die nimmt er mit,
die braven wie mich
dürfen heim in ihr Bett! ;)

(kleiner Schüttelreim von meinereiner)
 

MissBarnaby

Zaubergeister
Ich wünsch mir was!
Was ist denn das?
Das ist ein Schloss aus Marzipan
Mit Türmen aus Rosinen dran
Und Mandeln an den Ecken,
Ganz zuckersüß und braungebrannt
Und jede Wand aus Zuckerkand:
Da kann man tüchtig schlecken!
Und Diener laufen hin und her
Mit Saft und Marmelade,
Und drinnen, in dem Schlosse drin,
Sitzt meine Frau, die Königin,
Die ist aus Schokolade!
[Kindervers]
 

Raelenius

Saisonale Gestalt
Wenn das Meer das Firmament berührt
und Funkelsterne verschwinden,
wird kühler Frost von der Welt verführt,
getragen von warmen Winden.

Und wenn die Sonne höher steht
glänzen Blütenblätter golden rot
und säuseln, wenn der Wind sich dreht,
zu jener Träume ruhigen Tod.

Autor: Jonas Barth
 

MissBarnaby

Zaubergeister
Du bist in die Welt geboren,
um deine Pflicht zu tun
und Freude zu geben.

Kein Tag und keine Stunde sind verloren,
wenn du so Dank sagst
für dein Leben!
 

Raelenius

Saisonale Gestalt
Das Luftschloss

Seit vergessenen Zeiten, seltsam verloren,
hält sich über den Wolken etwas verborgen.
Von Winden getragen, im warmen Sonnenschein,
schwebt verlassen ein Ding aus solidem Gestein.

Verwittert und verfallen, in moosgrüner Kluft
erhebt sich ein nobles Schloss im Ruinenduft
und wirft seinen Schatten auf Wiesen und Wegen,
treibt langsam der riesigen Sonne entgegen.

Autor: Jonas Barth
 

Raelenius

Saisonale Gestalt
Von der Neugier geweckt, entflammt ist der Wille
der giftgrünen Augen, die Zeugen der Stille.
Lautlose Schritte, der zärtlich feinen Tatzen,
verhallen im Dunkel, die Heimat der Katzen.

Geknister, Geflüster, ein lockendes Rauschen,
verborgene Ohren beginnen zu lauschen.
Schleichend, gar lauernd wird die Beute betrachtet,
mit eisigen Blicken und Sorge verachtet.

Näher zieht das Raubtier anmutige Kreise
um das Fremde, auf die hypnotische Weise.
Elegant bleibt es stehen, streckt das Pfötchen aus
und berührt den Heuball im verlassenen Haus.

Sofort faucht der Wind durch das offene Fenster,
es heulen die Winde wie kleine Gespenster
und tragen wispernd das Heu nun weiter hinfort,
weiter fort von der Katze und weg von dem Hort.

Autor: Jonas Barth
 

Raelenius

Saisonale Gestalt
In einem Meer aus Ziegelverstecken
schwebt ein Gespinst aus Wasser geschwind,
umspielt jene Zacken, die es necken,
lässt sich trudelnd treiben mit dem Wind.

In jener dämmrigen Glut getaucht,
tänzelt es über rote Klüfte
und badet in Sonnenstrahlen, haucht
einen letzten Gruß in die Lüfte.

Autor: Jonas Barth
 

Shadowborn

Saisonale Gestalt
Früher tagt‘s jetzt da draußen,
erstaunlich warm grüßt der Tag.
Warmen Wind hör ich brausen,
oh Frühling, kommst du nun, sag?

Doch da ist der Kalender, was spricht er, sag?
Wir sind mitten im Winter, nur ein warmer Tag.
Ob es nochmal schneit? Jetzt brauch ichs auch nicht mehr.
Ich sehn mich nach Wärme, nach 'nem Blumenmeer.

grad selber zusammengestöpselt ^^
 
Zuletzt bearbeitet:

Raelenius

Saisonale Gestalt
Die Soester Krähen

Ich warte verdrossen am Busbahnhofshaus,
seh' Zigaretten auf dem Boden liegen.
Ich stoße einen verbitterten Seufzer aus,
hör' zwei Köter, die sich kläffend bekriegen.

Rauschen der Autos und Klackern der Schuhe
begleiten das Krächzen der schwarzen Krähen.
Irgendwas zwingt mich gelassen zur Ruhe
unter starren Blicken, die mich erspähen.

Wie meine verspannte Schulter kreisen sie.
Auf jenem steinernden Kunstwerk liegt Spucke.
Sie landen in ihrer Krähenkolonie
und ignorieren, wie ich auf sie gucke.

Mein abgewrackter Bus trifft verspätet ein.
Ich grüße den freundlichen Busfahrer nicht,
lass' die Soester Krähen unter sich allein,
freu' mich auf das deftige Mittagsgericht.

Autor: Jonas Barth
 

MissBarnaby

Zaubergeister
Werde, was du noch nicht bist;
Bleibe, was du jetzt schon bist;
In diesem Bleiben und in diesem Werden,
liegt alles Schöne, hier auf Erden!