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Gedichte,Limeriks und sonstiges

Jirutsu

Riesenschecke
Der letzte Mensch

Die Sonne brennt heiss auf ausgedörrte Erde.
Nur Wüste weit und breit, wohin man sieht.
verzweifelt stampft die allerletzte Herde
der Menschheit durch ein lebloses Gebiet.

Die Luft ist stickig, heiss, verstrahlt und sauer.
Das Wasser kocht und dampft. Es leuchtet rot.
Im Todeskrampf noch, trägt die Erde trauer.
Der Mensch von Morgen ist schon heute tot.

Hätt‘ er sich, als es möglich war besonnen,
hätt er verflucht das Öl, das schwarze Gold.
Hätt‘ er aus Hanf die Zukunft sich gesponnen …
Er hätt’s gekonnt, hätt‘ er es nur gewollt.

Der letzte Mensch, halb Tier, halb Ungeheuer,
den Mund geformt zum letzten stummen Schrei.
Der Menschheit Fortschritt war für ihn zu teuer.
So, wie’s begann, ist es auch schon vorbei.

Haschrebell
 

Blaustaub

Starke Birke
sehr schön...eben ein toller Künstler, der da schreibt. Aber ob Hanf alle Probleme der Erde löst, das ist mir am Ende nicht so einleuchtend. Das mußt du auch sehen, oder?
 

Jirutsu

Riesenschecke
Das mußt du auch sehen, oder?
Nee. :) Wahrscheinlich habe ich (zumindestens, was dieses Thema betrifft) einen anderen (größeren) Wissenstand als du. (Ich spreche hier nicht von der psychoaktiven Pflanze ;)
Das soll nicht arrogant klingen (oder herablassend) aber ich habe mich mit diesem Thema 15 Jahre lang sehr intensiv (24h/24h - 7d/7d während 15 Jahre) beschäftigt ;)
 

Jirutsu

Riesenschecke
Selbst meine Liebesgedichte haben eine schwarze deprimierende Note :)
Das folgende Gedicht schrieb ich zu Beginn einer neuen "Beziehung"

Tausend Fragen

Wie soll es weiter geh’n?
Die bange Frage quält mein Herz,
versuch mich bitte zu versteh’n,
ist’s Liebe oder nur ein Scherz?
Wie wird es weiter geh’n?

Wie wird es weiter geh’n?
Wird wahre Liebe uns umschlingen
und uns auf Ewigkeit vereinen?
Wird sie am Morgen schon verklingen?
Werden wir lachen oder weinen?
Wie soll es weiter geh’n?

Wie wird es weiter geh’n?
Wird uns’re Liebe stark genug?
Ist’s Freundschaft nur oder gar Trieb?
Ist’s ehrlich oder Selbstbetrug?
Hast du mich gern? Hast du mich lieb?
Wie soll es weiter geh’n?

Wie wird es weiter geh’n?
Wirst du mich lieben ganz und gar?
Ich dich allzeit auf Händen tragen?
Wirst du und ich ein Liebespaar?
Werden wir jauchtsen oder klagen?
Wie soll es weiter geh’n?

Wie wird es weiter geh’n?
Ist, was wir fühlen heisses Fegefeuer?
Oder nur ein’s aus trocknem Stroh?
Bin ich dir wert? Bist du mir teuer?
Werden wir traurig oder froh?
Wie soll es weiter geh’n?

Wie wird es weiter geh’n?
Hast du mich Heute schon vergessen?
Bin ich dir Morgen einerlei?
Ist meine Liebe zu vermessen?
Ich liebe dich, wie dem auch sei!
Wie soll es weiter geh’n?

Wie wird es weiter geh’n?
Tausend Fragen quäl’n mein Herz,
versuch mich bitte, bitte zu versteh’n,
ist es Liebe oder nur ein Scherz?
Lass uns ein wenig weiter geh’n?
 

Jirutsu

Riesenschecke
Zu guter letzt ein Kindergedicht, dass ich für meine kleine Schwester geschrieben habe (sie ist 20 Jahre jünger, als ich ;) Damals lebte ich in Frankreich und sie in Berlin. Ich schickte ihr einen roten Luftballon und folgendes Gedicht zu ihrem (ich glaube, es war der 10.) Geburtstag:

10 Luftballons

Zehn Luftballons aus Mexiko
beschlossen einmal einfach so
'ne grössre Reise um die Welt.
Weil reisen jedem gut gefällt.

Das Wie und Wann war bald bedacht.
Die Vorbereitung schnell gemacht.
Nur über eines stritten alle Zehn:
In welche Richtung soll die Reise geh’n?

„Nach Norden!“, schrie ein grüner Ball,
„jedoch nach Süd auf keinen Fall“.
„Nach Osten!“ – „Nein, es wär‘ am besten,
wir flögen mit dem Wind nach Westen!“

Darauf erwiederte ein blauer,
ein ausgefuchster und ganz schlauer:
„Die schwehrste aller Fragen lässt
sich wohl am besten lösen auf ‚nem Fest.“

Der Vorschlag wurde angenommen.
Man sagte zu, um acht zu kommen
und mitzubringen Kuchen, Brot und Wein.
Damit das Fest wird schön und fein.

Als dann das Fest um Acht begann,
oh Schreck, mit Schaudern merkte man:
Es fehlt von uns’ern zehnen einer.
Ein gelber Luftballon, ein kleiner.

Man suchte ihn, den kleinen Wicht,
nur schade war’s: Man fand ihn nicht.
Nach einer Stunde fing man dann
zu trauern und – zu feiern an.

Man hatte viel zu trinken und zu essen;
PING der gelbe wurde schnell vergessen.
Und plötzlich gab’s ‚nen grossen Knall,
geplatzt war PONG der grüne Ball

Viel mehr gegessen, ohne Frage,
als er dazu war in der Lage.
Zuviel vom Kuchen und vom Brot,
Und nun war PONG, der grüne tod.

Der braune PANG trank zu viel Wein
und schlief neben dem Feuer ein
und schliesslich hat es ihn erfasst.
Warum hat er nicht aufgepasst?

Jetzt sind von Zehn noch Sieben da
und überall gibt es Gefahr.
Nach PING und PONG nun auch noch PANG
und dieser Abend ist noch lang.

Man trank zu viel in dieser Nacht
und PUNG , der blaue ist nicht wieder aufgewacht.
Er war der vierte in der Runde;
verblieben nur noch sechs im Bunde.

Der rosa PENG mit dickem Bauch
zerplatzt in einem Rosenstrauch.
Allmählig wurde es ganz leise;
jetzt planen nur noch fünf die Reise.

Und diese Fünf bekamen Streit.
Nach zehn Minuten war’s so weit;
Der lila PING, der weisse PLEI
zerplatzten laut – es blieben Drei.

Vor Schrecken wurde PULL, der graue bleicher,
die Luft ging raus, er wurde immer weicher.
Und schliesslich wars mit ihm vorbei.
Es blieben von den Luftballons nur zwei.

PILL, der orange Luftballon
wollte nach Haus' und flog davon.
Er wollte nicht der nächste sein
und nun war PLONG nur noch allein.

Zehn Luftballons aus Mexiko
beschlossen einmal, einfach so
'ne grössre Reise um die Welt.
Weil reisen jedem gut gefällt.

Nach langer, langer Reise kam
der rote PLONG nun bei mir an.
Jetzt hast du ihn, den roten PLONG
von zehn, den einz’gen Luftballon.

Wenn du am Tag bist lieb und brav
erzählt er dir des Nachts im Schlaf
vielleicht von seiner langen Reise.
Drum höhr schön zu und sei ganz leise.

Zehn Luftballons aus Mexiko
beschlossen einmal, einfach so
'ne grössre Reise um die Welt.
Weil reisen jedem gut gefällt.

Haschrebell

Und jetzt geh' ich schlafen. Gute Nacht
 

MissBarnaby

Inspirierender Mediator
Zu guter letzt ein Kindergedicht, dass ich für meine kleine Schwester geschrieben habe (sie ist 20 Jahre jünger, als ich ;) Damals lebte ich in Frankreich und sie in Berlin. Ich schickte ihr einen roten Luftballon und folgendes Gedicht zu ihrem (ich glaube, es war der 10.) Geburtstag:

10 Luftballons

Zehn Luftballons aus Mexiko
beschlossen einmal einfach so
'ne grössre Reise um die Welt.
Weil reisen jedem gut gefällt.

Das Wie und Wann war bald bedacht.
Die Vorbereitung schnell gemacht.
Nur über eines stritten alle Zehn:
In welche Richtung soll die Reise geh’n?

„Nach Norden!“, schrie ein grüner Ball,
„jedoch nach Süd auf keinen Fall“.
„Nach Osten!“ – „Nein, es wär‘ am besten,
wir flögen mit dem Wind nach Westen!“

Darauf erwiederte ein blauer,
ein ausgefuchster und ganz schlauer:
„Die schwehrste aller Fragen lässt
sich wohl am besten lösen auf ‚nem Fest.“

Der Vorschlag wurde angenommen.
Man sagte zu, um acht zu kommen
und mitzubringen Kuchen, Brot und Wein.
Damit das Fest wird schön und fein.

Als dann das Fest um Acht begann,
oh Schreck, mit Schaudern merkte man:
Es fehlt von uns’ern zehnen einer.
Ein gelber Luftballon, ein kleiner.

Man suchte ihn, den kleinen Wicht,
nur schade war’s: Man fand ihn nicht.
Nach einer Stunde fing man dann
zu trauern und – zu feiern an.

Man hatte viel zu trinken und zu essen;
PING der gelbe wurde schnell vergessen.
Und plötzlich gab’s ‚nen grossen Knall,
geplatzt war PONG der grüne Ball

Viel mehr gegessen, ohne Frage,
als er dazu war in der Lage.
Zuviel vom Kuchen und vom Brot,
Und nun war PONG, der grüne tod.

Der braune PANG trank zu viel Wein
und schlief neben dem Feuer ein
und schliesslich hat es ihn erfasst.
Warum hat er nicht aufgepasst?

Jetzt sind von Zehn noch Sieben da
und überall gibt es Gefahr.
Nach PING und PONG nun auch noch PANG
und dieser Abend ist noch lang.

Man trank zu viel in dieser Nacht
und PUNG , der blaue ist nicht wieder aufgewacht.
Er war der vierte in der Runde;
verblieben nur noch sechs im Bunde.

Der rosa PENG mit dickem Bauch
zerplatzt in einem Rosenstrauch.
Allmählig wurde es ganz leise;
jetzt planen nur noch fünf die Reise.

Und diese Fünf bekamen Streit.
Nach zehn Minuten war’s so weit;
Der lila PING, der weisse PLEI
zerplatzten laut – es blieben Drei.

Vor Schrecken wurde PULL, der graue bleicher,
die Luft ging raus, er wurde immer weicher.
Und schliesslich wars mit ihm vorbei.
Es blieben von den Luftballons nur zwei.

PILL, der orange Luftballon
wollte nach Haus' und flog davon.
Er wollte nicht der nächste sein
und nun war PLONG nur noch allein.

Zehn Luftballons aus Mexiko
beschlossen einmal, einfach so
'ne grössre Reise um die Welt.
Weil reisen jedem gut gefällt.

Nach langer, langer Reise kam
der rote PLONG nun bei mir an.
Jetzt hast du ihn, den roten PLONG
von zehn, den einz’gen Luftballon.

Wenn du am Tag bist lieb und brav
erzählt er dir des Nachts im Schlaf
vielleicht von seiner langen Reise.
Drum höhr schön zu und sei ganz leise.

Zehn Luftballons aus Mexiko
beschlossen einmal, einfach so
'ne grössre Reise um die Welt.
Weil reisen jedem gut gefällt.

Haschrebell

Und jetzt geh' ich schlafen. Gute Nacht
Das hat was von den zehn kleinen Negerlein (ich weiß es ist heutzutage politisch unkorrekt), könnte aber auch aus der Feder von Wilhelm Busch sein..... Jetzt fehlt nur noch die Illustration dazu und du hast deinen erstes Kinderbuch @Jirutsu
 

Blaustaub

Starke Birke
@MissBarnaby
du hast so Recht!!

Mich stimmt traurig, wenn dieser Bruder so lange weg war, So schöne Verse schrieb und keine Frage, wie es seiner kleinen Schwester erging.
(wir fangen nur an zu interpretieren):D


Da siehst du mal, wie hierzulande inter Forum mit ernstgemeinten Beiträgen umgegangen wird <3

Liebste Grüße
Blaui
Und in Liebe für deine liebe Schwester
 
Zuletzt bearbeitet:

Blaustaub

Starke Birke
Dankeschön, dass du mir den bescheidenen Rest an Gedanken für euch beiden raubst. Deine Erklärung finde ich aber wunderbar !!
Danke
Trotzdem, liebe Grüße an dich, deine süße Schwester und in Erwartung, dass ihr immer für euch da seid *küssi*
 

Llenlleawg ap Nudd

Pflänzchen
VAN DIÄRN DAUENBRAIKEN UN VAM PRIÄRGESTEIN
Von den Totenbrüchen und vom Predigtstein

1. Gatt mol met no’n Dauenbraiken,
Vie welt ok’ nau ne Stein opsaiken,
Hören, wat dai Sage mellet
Un iut aller Tiet vertellet.

Geht mal mit zu den Totenbrüchen,
Wir wollen auch noch einen Stein aufsuchen,
hören, was die Sage meldet
Und aus alter Zeit erzählt.

2. Wuamol in diän allen Tieen:
Blaiv ne Laikenzug hie lieen,
Dai van Saust un süss bohiär
Kam det Owends spät hiehiär.

Es war einmal in den alten Zeiten:
Da blieb ein Leichenzug hier liegen,
Der von Soest und sonst woher
Kam am Abend spät hierher.

3. In der Delle bie diän Braiken
Mochten se iähr Lager saiken,
Annern Morns no Wormke trawen,
Um dai Dauen te begrawen.

In der Mulde bei den Brüchen
Mußten sie ihr Lager suchen,
Am anderen Morgen nach Wormbach traben,
Um die Toten zu begraben.

4. Dauenbraike hett dorümme
Dat Gelänne rund herümme.

Totenbruch* heißt darum *Totenbrüche; auch: Totensümpfe
Das Gelände rund herum.

5. Noge bie, do imme Haie
Legget ok dai Stein, dai braie.
Priärgestein bekanntlech hett’e,
Niu besaiht ne uch mol nette.

Nahe bei, da in dem Heu
Lieget auch der Stein, der breite.
Predigtstein bekanntlich heißt er,
Nun beseht ihn euch mal fein.

6. Stappen saih ih in diäm Steine,
Do sind affmohlt Kalwerbeine,
Piärreschuaken, Hauhnerkloggen,
Gnauer konn se nümmes hoggen.

Stapfen [Fußabdrücke] seht ihr in dem Steine,
Da sind abgemalt Kälberbeine,
Pferdeschochen (Pferdefüße), Hühnerklauen,
Genauer kann sie niemand hauen (meißeln).

7. Et is niu auk all lange hiär,
Do kam et alljöhrlek viär,
Datt dai Luie Bittgang hällen,
Wolln bie Guatt guet Wiär bestellen.

Es ist nun auch schon lange her,
Da kam es alljährlich vor,
Daß die Leute Bittgang hielten,
Wollten bei Gott gutes Wetter bestellen.

8. Ussem Hiärguatt te Gefallen
Wor dann hie ne Priärge hallen.
Kanzel was dann düese Stein.
De Poter priärgere, dat Volk dat grain.

Unserem Herrgott zum Gefallen
Wurde dann hier eine Predigt gehalten.
Kanzel war dann dieser Stein.
Der Pater predigte, das Volk weinte.

9. Doch dai Fahrt kam iuter Maude,
Un de Luie woorn kummaude,
Blaiwen laiwer noge bie.
Doch dai Stein blaiv leggen hie.

Doch die Fahrt (Wallfahrt) kam aus der Mode,
Und die Leute wurden bequem,
Blieben lieber nahebei (zu Hause).
Doch der Stein blieb liegen hier.

10. Emmol awwer kam ne Biuern
Met ner Kar, ner rechten stiuern,
Un no Dormke schliepere hai
Niu diän Stein im Monat Mai.

Einmal aber kam ein Bauer
Mit einer Karre (Wagen), einer recht stabilen,
Und nach Dormecke schleppte er
Nun den Stein im Monat Mai.

11. Un in Dormke laggte balle
Düese Stein dicht viär me Stalle.
Doch dai Biuer soll’t beruggen.
Oh, diäm Stein was nit te truggen.

Und in Dormecke lag bald
Dieser Stein dicht vor einem Stall.
Doch der Bauer sollte es bereuen.
Oh, diesem Stein war nicht zu trauen.

12. Jedet Vaih, dat iut diäm Stalle
Üewern Stein genk, kam te Falle,
Trachte Stappen in diän Stein
Un terbrak dobie en Bein.

Jedes Vieh, das aus dem Stall
Über den Stein ging, kam zu Fall,
Trat Stapfen (Fußabdrücke) in den Stein
Und zerbrach dabei ein Bein.

13. Un dai Biuer kraig ne Schrecken,
Soh sien ganzet Vaih verrecken,
Hiät nit lange siek bedacht
Und diän Stein wier trügge bracht.

Und der Bauer kriegte einen Schrecken,
Sah sein ganzes Vieh verrecken,
Hat nicht lange sich bedacht
Und den Stein wieder zurückgebracht.

14. Doch im Steine bliewen Spuaren
Van diäm Vaih, wat was verluaren.
Ehre dat, wat daint diäm Heeren.
Dat kann düese Stein uch lehren!

Doch im Steine blieben Spuren
Von dem Vieh, das war verloren.
Ehre das, was dient dem Herren [Gott].
Das kann dieser Stein euch lehren!

Lehrer Rath, ca. 1920 in Serkenrode
(Übertragung, möglichst wörtlich: Pfr. Werner König)
 

Angren

Blüte
Zwischen Glauben und Ungläubigkeit,
will mein Herz wanken,
voll Unwissenheit;

Von dem, was es weiß, getrennt,
weil es nicht weiß, was das ist,
bleibt ihm nur kurze Frist,
wo es den Glauben kennt -

den ihm Gestirne geben,
weil er die Spinne Netz,
dem Netz, an dem alle weben,
und Leben heißt sein Gesetz.

Fernando Pessoa
 

Llenlleawg ap Nudd

Pflänzchen


Ungemahlen

Ich bin nackt für dich
so wie die Mutter mich brachte
entledigt alles Offenen und Zahmen
Traktate, die - Ornamente
einer fürstlichen Reise -
Ich schlucke deine Steilheit.
Der Abdruck eines müden verzerrten
Fußes liegt in Wüsten zurück, rennt
rührend bis zum Rand ..
Wie bin ich zu dir gekommen?

Beschwerden, die wie Steine sind
hineinfallend
finde keine Unschärfe...

Eine Stimme erforderlich: Frühling!
Und ich springe. Aber wenn der Schritt beschämend ist
ist unter dem Wind
eines Sturzes ohne Anfang
ein sich öffnender Zaunflügel,
und wie ein Adler
geht es um die Berge.

Und wieder bin ich Erbe.
 
Zuletzt bearbeitet: